Wer seinen Garten fertig umzäunt hat, der wird keine Probleme haben auch den letzten Pfosten, an dem sich die Scharniere für die Gartentür befinden, fest in das Erdreich zu bekommen. Stellvertretend garden-gate-116918_640(3)für alle Pfosten eines herkömmlichen Zaunes, soll hier nun, anhand des Beispiels für den Scharnierpfosten, erklärt werden, wie man einen Pfosten für Gartentüren und Gartentore, richtig aufstellt. Für Hoftore und Einfahrtstore gelten wieder andere Regeln.

Um ein Gartentor aufstellen zu können, muss man natürlich erst mal ein Gartentor kaufen. In fast jedem Baumarkt und Gartencenter fondet man Gartentore. Es gibt Gartentore in unterschiedlichen Höhen, Breiten und Farben. Aber egal wie hoch und breit ein gartentor ist, es gibt ein Merkmal das sollten alle Gartentore ihr Eigen nennen: Alle Gartenore aus Metall sollten verzinkt sein! Kauft man ein Gartentor aus Metall, welches nicht verzinkt wurde, wird man daran nicht lange Freude haben. Nach kurzer Zeit wird der Rost dem Gartentor „Hallo“ sagen. Also gehen wir jetzt mal davon aus, dass Sie ein verzinktes Gartentor gekauft haben, welches Sie jetzt aufbauen wollen.

Zwei Methoden

Wenn man also die Scharnierpfosten für ein Gartentor oder eine Gartentür einbetonieren möchte, gibt es grundsätzlich zwei Methoden. Die einfachere der beiden Methoden ist, den Pfahl direkt im Erdboden zu versenken. In alten Zeiten und auch noch heute, das kommt darauf an, wofür der Zaun errichtet werden soll und wie lange er stehenbleiben soll, trieb man die Pfähle einfach mit einem großen Hammer in den Boden. Gegen die Fäulnis erhielten die Pfosten einen Teeranstrich in dem Bereich, der im Boden verblieb. Einfach und zweckerfüllend. Doch die zweite Methode ist nahezu genauso einfach, liefert Wertarbeit und hält wesentlich länger. Hier wird man mit sogenannten Bodenhülsen vorgehen. Die Bodeneinschlaghülsen werden auch mit einem Hammer in den Boden getrieben. Das Metall selber darf man dabei aber nicht treffen. Deswegen verwendet man einen Holzkoben, der in die Hülse eingesetzt wird, mit dem dann die Hülse platziert wird. Bodeneinschlaghülsen sind am besten für niedrige Zäune und Pergolen.

Mit Beton arbeiten

Die professionellste Art und Weise einen Pfosten im Boden unverrückbar zu verankern, ist zweifelsohne das einbetonieren. Natürlich ist diese Methode auch die aufwendigste und erfordert ein Minimum an handwerklichem Grundwissen. Diese Methode eignet sich im Übrigen besonders für Metallpfosten, beispielsweise Rundrohrpfosten, Rechteckpfosten oder T-Profil-Pfosten, Pfosten im Allgemeinen, die konzipiert sind, schwere Zaunelemente zu tragen. Hier kann entweder der Zaunpfosten selber einbetoniert werden oder einen Pfostenträger. Als dritte Variante kann ein Pfostenträger in dem Betonfundament verschraubt werden.

Der schlaue Heimwerker wird immer dann zum Betonfundament greifen, wenn die erstrebte Pfostenlänge mehr als einen Meter beträgt. Es gäbe es die Möglichkeit eines Streifenfundaments, doch genügt hier die einfachere Variante des sogenannten „Punktfundaments“. Dafür ist zunächst einmal ein wenig körperliche Arbeit vonnöten, denn wer einen Pfosten ins Erdreich bringen möchte, muss erst einmal ein Loch graben. Dieses sollte einen Durchmesser von etwa 35 Zentimeter haben und etwa 60 bis 90 Zentimeter tief sein. So ist das Fundament im Winter vor dem Frost geschützt. Es gibt im Handel und auch in Baumärkten spiralförmige Erdbohrer zu kaufen beziehungsweise zu mieten, für kleinere Zäune kann man diese sinnreichen Geräte, die man einfach in die Erde bohrt und dann mitsamt dem Erdreich wieder herauszieht, gut einsetzen.

Das ergibt schöne runde, gut platzierte Löcher. Eine wichtige Sache ist natürlich der Beton, mit dem man die Löcher anschließend verfüllt. Der Zement wird mit Wasser im Verhältnis 1 zu 4 gemischt. Der Beton soll nicht flüssig und auch nicht breiig sein, sondern geradezu krümelig. Am besten geeignet ist hier sicherlich ein „Ruck-Zuck-Beton, der innerhalb einer halben Stunde für ein Zaunelement bereit ist. Ganz Faule, so wird gesagt, schütten den Ruck-Zuck-Beton trocken in das Erdloch, er entzieht dann der Umgebung Wasser und verhärtet. In aller Regel dauert es ein zwei Tage bis der Beton, den man in die Löcher füllt um dann die Pfosten hinein zu setzen, austrocknet.